Papst Franziskus: HOFFE - Die Autobiografie

Für Papst Franziskus ist und war Gemeinschaft zu leben und erleben enorm wichtig. Ob in seiner Kindheit im großen Familienverband und seinem Umfeld, wo es egal war, ob seine Freunde aus katholischen, jüdischen oder muslimischen Familien stammten – sie hatten miteinander Spaß oder manchmal auch Streit. Gemeinsam Fußball zu spielen war angesagt auch wenn, wie er von sich sagt: „Ich hatte 2 linke Füße, aber viel Freude am Spiel. Manchmal hat man mich dann ins Tor gestellt“.
Auch in seiner Priesterausbildung wollte er in Gemeinschaft leben und Ordenspriester werden. So lebte er als Novize in Cordoba bei den Jesuiten Sacra Familia. Der Wunsch nach gemeinschaftlicher Verbundenheit führte auch dazu, dass er als gewählter Papst nicht im Apostolischen Palast, sondern im Gästehaus leben wollte.
Sein Aufwachsen mitten im Volksglauben, die Wichtigkeit der Gottesmutter Maria, die für ihn Himmel und Erde vereint, haben ihn in seinem Papst-Sein geprägt.
Einen großen Teil seiner Biografie nimmt auch seine Ablehnung von Krieg ein. Krieg ist Wahnsinn, Frieden Vernunft. Er prangt an, dass Staaten verstärkt Waffen in kriegsführende Länder liefern. Menschen, die dann von dort flüchten müssen, nehmen sie aber nicht auf. Die „Erzählung“ der unglaublich interessanten Lebensgeschichte umfasst auch viel Menschliches, wozu auch Fehler gehören, die er bedauert, oder auch seine Liebe zu Literatur, Oper, Kino, Fußball.
Der Sprecher Frank Arnold, der 2014 den Deutschen Hörbuchpreis als „Bester Interpret“ erhalten hat, liest wunderbar deutlich und in einem angenehmen Sprechtempo. Durch ihn bekommt man regelrecht das Gefühl eines gemütlichen Gesprächs, bei dem man gemeinsam am Sofa sitzt und zuhört.
Ich kann nur empfehlen: Hören Sie sich dieses Hörbuch an.
Christa Wiener-Pucher