Helena Marchmont: Bunburry. Eine Idylle zum Sterben

Mit Zurückziehen ist es aber nicht so leicht, denn Marge und Liz, die besten Freundinnen seiner verstorbenen Tante Augusta Little, kümmern sich intensiv um Alfie. Er wird gleich in das Leben dieses malerischen Dorfes integriert. Die beiden alten Ladys haben sich schon immer mit Begeisterung um ungeklärte Fälle gekümmert und holen sich bei Mordfällen nun Alfie als „Ermittler“ dazu.
Weitere wichtige und immer vorkommende Personen in dieser Reihe sind die Polizistin Emma, Betty, das einzige Mitglied der grünen Partei und Oskar, der beste Freund Alfies, der ihn so schnell wie möglich wieder nach London zurückholen möchte.
Eine wirklich leichte und unterhaltsame Serie, die in „kleinen Häppchen“ unterschiedlichste Morde und ihre Lösungen verarbeitet. Man muss aber nicht unbedingt mit der ersten Ausgabe beginnen, denn in jeder Ausgabe werden die Protagonisten so nebenbei, aber doch so, dass man sich sofort auskennt, vorgestellt. Trotzdem ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten, die Geschichten sind jeweils abgeschlossen und verlocken, weitere Ausgaben anzuhören. Jetzt fehlt nur noch daheim ein gemütlicher Stuhl am Kamin bei herbstlichem Wetter. Es geht aber auch ohne!
Der Sprecher Uve Teschner liest ausgezeichnet mit passenden Betonungen, das Tempo des Vortrags passt wunderbar und er ist sehr gut verständlich. Eine Idealbesetzung für diese „Cosy-Krimis“ aus England.
Die ersten 5 der Reihe: „Vorhang auf für einen Mord“, „Oldtimer sterben jung“, „Schlechter Geschmack ist tödlich“, „Tod eines Charmeurs“ und „Zu tot, um schön zu sein“. Jedenfalls viel Mord für ein kleines Städtchen!
Christa Wiener-Pucher