Paolo Riva: Flüssiges Gold

Schlagartig ändert sich alles. Vorbei ist es mit der Ruhe und Comissario Luca wird gefordert. Ob es ihm nun angenehm ist oder nicht, die Vice-Questura Aurora Mair kommt aus Florenz und alles soll nun nach ihren Ideen tanzen.
Und es passiert noch ein weiteres Schußattentat und dann stirbt noch ein alter, seit Jahren, im Koma liegender Olivenbauer eines unnatürlichen Todes.
Liebevoll gelingt es dem Autor Paolo Riva das Leben in einem kleinen italienischen Dorf zu zeichnen. Man hat den Eindruck, dass der Tag zwischen Pasta und Espressi, Grappa und Vino Rossi stattfindet. Als Zuhörer wird man mit in diese Stimmung hineingenommen, wird ein Teil von ihr und beginnt ruhig zu werden und sich wohl zu fühlen. Dazu kommt, dass man sich als ein Teil der Familie des alleinerziehenden Luca begreift.
Bis der erste Schuß fällt.
Dass ein mehr oder weniger einfacher Kriminalfall, mit der in Italien unvermeidlichen Mafia zusammengefügt wird, ist natürlich beinahe selbstverständlich.
Zu guter Letzt fehlt natürlich noch eine Frau in diesem Geschehen. Ist es nun die Vice-Questura Aurora Mair, äußerlich unnahbar streng und hart, aber vielleicht doch mit einem weichen Kern, oder aber die liebliche Ärztin Dottoressa Chigi. Auch sie scheint ein Auge auf den Comissario geworfen zu haben, oder vielleicht auch nicht?
Alles in Allem ein unterhaltsames Hörbuch, ein Krimi, dem angenehm zuzuhören ist. Es hat keine besonderen Höhen und Tiefen, es ist wie ein Teil des kleinen Dorfes Montegiardino.
Der Sprecher ist Franz Stöckle, ein Profi der Sprache, der dem Hörbuch auch diese dörfliche italienische Stimmung verleihen kann.
Das Bild in der CD Hülle mach Lust auf einen Besuch in der Toskana!
Alle technischen Daten findet man leicht in der Innenseite der Hülle.
Fritz Hadler